Unsere Arbeit

Grundsätzlich ist unsere Arbeitsweise ganzheitlich, situativ und am state of the art orientiert. Um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen, hat unsere Evaluationsberatung von Beginn an die Befähigung der Auftraggeber*innen bzw. der entsprechenden Akteursgruppen im Blick. Erklärtes Ziel der Beratung ist, unseren Kunden evaluatives Denken nahezubringen sowie Ihnen zu ermöglichen, ihre Programme und Projekte im Sinne der Selbstevaluation (Hense, 2006) angemessen zu evaluieren. Unsere Vorgehensweise orientiert sich damit am Empowerment-Ansatz nach Fetterman (2001). Wichtige Schlüsselbegriffe sind hierbei Eigenverantwortlichkeit (für Konzeption und/oder Durchführung des Evaluationsgegenstandes), Eigenständigkeit in Entscheidungen (über Ziele, Vorgehen und Verwendung der Ergebnisse) sowie Eigenverantwortung (über wesentliche Schritte im Evaluationsprozess; Hense, 2006).

Neben evaluationstheoretischen Bezugspunkten sind für unsere praktische Arbeit die anerkannten Standards der Gesellschaft für Evaluation e.V. (DeGEval, 2016) maßgeblich. Durch unsere DeGEval-Mitgliedschaft und aktive Mitarbeit in den Arbeitskreisen verfügen wir über ein breites, interdisziplinäres Netzwerk an Kolleg*innen aus Theorie und Praxis. Kontinuierliche Selbstreflexion unter Einbezug von Rückmeldungen unserer Auftraggeber*innen nutzen wir zur stetigen Verbesserung unserer Arbeit.

Nachhaltige Evaluationen und Evaluationskonzepte zeichnen sich durch Individualität und Kontextbezogenheit aus. Je nach Situation und Umfeld sind unterschiedliche Vorgehensweisen und Ansätze sinnvoll.

Ob im Rahmen einer punktuellen oder umfänglichen Beratung, eines Workshops oder eines Change!Now.-Projekts – für uns beginnt eine Zusammenarbeit immer mit einer gründlichen, individuellen Bedarfsanalyse. Damit geht es in einem ersten Gespräch neben dem gegenseitigen Kennenlernen vor allem um den Evaluationsgegenstand in seinem spezifischen Kontext, das Ziel der bereits vorhandenen oder noch zu konzipierenden Evaluation sowie die vorhandenen Ressourcen. Als eine weitere wichtige Voraussetzung eines erfolgreichen Evaluationsprojekts ist es uns ein Anliegen, auszuloten inwiefern die relevanten Stakeholder von Beginn an bestmöglich einbezogen werden können.

Beratung zu Programm- oder Projektevaluationen

Im Rahmen unserer umfänglichen Evaluationsberatung setzen wir uns entsprechend genau mit Ihrem Evaluationsvorhaben auseinander. Ob während der Konzeptentwicklung, der Erhebung oder dem Auswertungsprozess – unsere Beratung zu Ihrem Evaluationsvorhaben kann zu jedem Zeitpunkt Ihres Programms oder Projekts einsetzen. Als evaluationstheoretischer Orientierungsrahmen für unser Vorgehen dienen uns die Prämissen der Nutzungsfokussierten Evaluation (NFE; Patton, 2008) sowie der Ansatz der theoriebasierten Evaluation (TBE; u. a. Chen, 1990; Funnell & Rogers, 2011). Bei der Nutzungsfokussierten Evaluation stehen die Nützlichkeit und der tatsächlichen Nutzen von Evaluationen durch die vorgesehenen Nutzenden im Zentrum. Auf den Nutzen zu fokussieren, bedeutet hier vorrangig, darauf zu achten, wie Evaluationsergebnisse in der realen Welt angewandt werden (können) und wie der Evaluationsprozess erlebt wird. Im Kontext dieser stark personengebundenen und situationalen Herangehensweise, fungieren wir als Moderatorinnen, die Sie dabei unterstützen, zu klären, welche Art von Evaluation von wem gebraucht wird (vgl. Farrokhzad & Mäder, 2014).
Das Besondere an der theoriebasierten Evaluation ist, dass sieüber das Potential verfügt, die Frage danach zu beantworten, wie und warum ein Angebot (nicht) funktioniert. In der Praxis bedeutet das, dass gemeinsam Annahmen darüber herausgearbeitet werden, welche erfolgskritischen Wirkmechanismen einem Projekt oder Programm zugrunde liegen, die im darauffolgenden Schritt empirisch überprüft werden.
In Kombination weisen die beiden Ansätze einen besonders hohen Prozessnutzen auf unterschiedlichen Ebenen auf.

Konkret gehen wir im Zuge einer Beratung zu Programm- oder Projektevaluationen in folgenden Teilschritten vor:

Analyse

Unsere individuelle Bedarfsanalyse starten wir mit folgenden Fragen:

Mit den daraus gewonnenen Informationen starten wir in die tiefergehende Analyse. Dabei wird der Ist- mit dem Soll-Zustand abgeglichen, eine klare Zieldefinition formuliert und das geplante Vorgehen skizziert. Hierfür führen wir strukturierte Vorgespräche mit den entsprechenden Personen und analysieren – wenn gewünscht – vorhandene Prozesse und Dokumente.

Einen wichtigen Orientierungspunkt bei der Absteckung der Ziele des Evaluationsvorhabens und der Erarbeitung eines tragfähigen Konzepts stellen die Evaluationsstandards der Gesellschaft für Evaluation e. V. (DeGEval, 2016) dar. Mit ihren vier übergeordneten Dimensionen Nützlichkeit, Durchführbarkeit, Fairness und Genauigkeit sind sie für uns ein weiterer Baustein der Analyse. Sie dienen in diesem Zuge auch als Dialoginstrument, welches Transparenz schafft. Hierbei geht es auch darum, Schwerpunkte zu setzen, da in der Praxis nicht allen Kriterien, die den vier übergeordneten Dimensionen zugeordnet sind, gleichermaßen nachgegangen werden kann.

Basierend auf diesen Vorgesprächen und der Analyse von Prozessen und Dokumenten erfolgt die Erarbeitung eines ersten Konzeptentwurfs. In iterativen Rückmeldeschleifen mit den Verantwortlichen wird das Konzept so schrittweise erarbeitet.

Vorgehen & Methoden

Das im Kontext der Analyse erarbeitete Konzept beschreibt sowohl den weiteren Arbeitsprozess als auch einzelne Methoden. Um im Verlauf der Zusammenarbeit immer wieder akteursorientiert und situational agieren und nachjustieren zu können, sollte das Vorgehen prozessorientiert angelegt sein.

Je nach angestrebtem Evaluationsverfahren können wir Sie hinsichtlich des klassischen Methodenspektrums der empirischen Sozialforschung (qualitative wie auch quantitative Methoden) beraten. Oftmals bietet es sich an, Befragungen, Sekundäranalysen vorhandener Materialien und Daten etc. in diversen Kombinationen und angepasst an Situation und Ressourcen einzusetzen. So entstehen kunden- und kontextspezifische Informationen und folglich auch Evaluationsergebnisse.

Beratung zu konkreten Fragen

Sie möchten einen bereits vorhandenen Fragebogen überarbeiten? Sie haben Fragen zur Auswertung Ihrer Evaluation? Sie haben andere punktuelle Fragen rund um das Thema Evaluation?

Wir beraten Sie selbstverständlich auch zu kleineren, ganz konkreten Fragen, wie zum Beispiel zur Überarbeitung und Konstruktion von Evaluationsinstrumenten. Gerne informieren wir Sie auch allgemein über mögliche Herangehensweisen, Instrumente und Methoden, die geeignet sind, belastbare und nützliche Evaluationsergebnisse zu erzielen und mit diesen gewinnbringend umzugehen.

Workshops

Möchten Sie sich oder/und Ihr Team zum Thema Evaluation weiterbilden oder in einem Workshop gemeinsam konkrete Evaluationsvorhaben voranbringen? Dann bieten wir Ihnen gerne einen maßgeschneiderten Inhouse-Workshop an.

Je nach Bedarf bereiten wir in diesem Rahmen für Sie und Ihr Team Input zum Thema Evaluation auf und werfen auf Anfrage einen ersten Blick auf Ihre Evaluationsvorhaben sowie vorhandene Evaluationsinstrumente und -prozesse.

Change!Now.

In Kooperation mit unseren Kolleg*innen von Sprachraum, dem Institut für individuelle Weiterbildung und Entwicklung, bieten wir Change!Now. an.
Change!Now. zielt darauf ab, ein Problem – zum Beispiel interne Kommunikationsdysfunktionen – gemeinsam zu adressieren und bereits durch eine, ggf. auch kleine, Intervention eine messbare Verbesserung zu erwirken. Mit Change!Now. bieten wir Ihnen nachhaltige, messbare und individuelle Lösungsstrategien, die mit den Beteiligten selbst entwickelt werden. Aus der Praxis in die Praxis – mit einer lokalen Theorie.

von werthern & knödler | evaluationsberatung

089 / 21297968 |

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